Im Auge wird ständig neue Augenflüssigkeit gebildet, die später über den Kammerwinkel wieder abfließt. Der dabei im Auge entstehende Innendruck wird vom Körper automatisch in einem gewissen Bereich geregelt. Dies ist ungefähr vergleichbar dem Blutdruck. Ein Zusammenhang in der Höhe besteht aber nicht.
Beim Grünen Star handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher der Druck im Auge zu stark für die Belastungsfähigkeit bzw. Durchblutung des Sehnervenkopfes ist. Der Sehnervenkopf ist die Mündung der Sehnerven aus dem Gehirn in die Augenrückseite. Er besteht aus vielen kleinen Fasern, die im Mündungsbereich durch den zu hohen Augeninnendruck langsam nacheinander absterben. Das tut in der Regel nicht weh. Der Patient merkt den Schaden erst, wenn das zentrale Sehvermögen abfällt.
10-25 % aller Erblindungen sind durch den Grünen Star (der Fachausdruck lautet: Glaukom) hervorgerufen. Nach Hochrechnungen leben in Deutschland 5 Millionen Menschen mit einem erhöhten Augeninnendruck und damit dem Risiko, ein Glaukom (hiervon spricht man erst, wenn ein Schaden vorliegt) zu bekommen. 500.000 sind bereits erkrankt und 50.000 müssen mit Erblindung rechnen, wenn das Glaukom nicht bald erkannt und behandelt wird. Nach der
Makuladegeneration ist der Grüne Star die zweithäufigste Erblindungsursache in Deutschland.